«

»

Ménage á trois im Kaiserhaus

Kaiserin Elisabeth, Katharina Schratt und Kaiser Franz Joseph

Szenische Lesung anlässlich der Sonderausstellung „Fest & Alltag“ im Hofmobiliendepot zum 100. Todestag von Kaiser Franz Joseph

Mengage a trios KE-KFJ-KS-fc Margret KrauseAb dem Jahr 1886 trat auf Betreiben von Kaiserin Elisabeth, die den Kaiser während ihrer vielen Abwesenheiten umsorgt wissen wollte, die Schauspielerin Katharina Schratt ins Leben von Franz Joseph und sollte ihn bis zu seinem Tod begleiten. Katharina Schratt verstand es, mit Charme und Humor den Kaiser im legeren Plauderton zu unterhalten und ihm so amüsante Stunden des Ausgleichs zu bescheren. Elisabeth hielt ihre Hand schützend über diese Beziehung und integrierte die Schratt sogar ins kaiserliche Familienleben.

Auszüge der lebhaften Korrespondenz dieser drei Personen und andere Zeitdokumente geben tiefe Einblicke in diese ungewöhnliche „Ménage à trois“, die von den SchauspielerInnen Elisabeth-Joe Harriet, Sylvia Reisinger und Kurt Hexmann zum Leben erweckt werden.

Idee, Buch, Regie: Elisabeth-Joe Harriet

Dauer ca. 1 Stunde

Videomitschnitt

Das sagen BesucherInnen

Pressestimmen

Der 100. Todestag von Kaiser Franz Joseph I. wird aktuell mittels Ausstellungsreigen – etwa in den Schlössern Schönbrunn und Niederweiden – gewürdigt. Man kann dem Monarchen jedoch auch durch Begegnungen mit einigen seiner Lebensmenschen nahe sein. Diese werden in drei Stücken, die im Hofmobiliendepot dargeboten werden, wieder zum Leben erweckt.
Das Möbelmuseum in Wien-Neubau widmet sich in der Ausstellung „Fest & Alltag“ der Privatperson Franz Joseph. Auch eher intime Exponaten sind dort zu sehen. So konnte von einem Privatsammler eine Unterhose des Herrschers ergattert werden.
Drei Produktionen – die von Anfang April bis November auf dem Programm stehen – lassen dort aber auch bedeutende Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Kaisers bzw. diesen höchstselbst zu Wort kommen. So wird in der szenischen Lesung die „Menage a trois“ zwischen Franz Joseph, Kaiserin Elisabeth und der Schauspielerin Katharina Schratt dargestellt. Elisabeth-Joe Harriet, Sylvia Reisinger und Kurt Hexmann geben dabei Auszüge aus der Korrespondenz der Protagonisten zum Besten.
Zu erfahren ist dabei etwa, dass niemand anderer als „Sisi“ die Schratt dem Kaiser als Gefährtin ausgewählt hat. Denn Elisabeth wollte Franz Joseph während ihrer vielen Abwesenheiten umsorgt wissen.
Im Kammerstück „Keiner sah ihn so wie ich“ erzählen hingegen nicht Frau oder Freundin, sondern ein Mann vom Leben mit dem Habsburger: Eugen Ketterl war Leibkammerdiener des Kaisers. Er hielt seine Eindrücke in seinen Memoiren fest, die Florian Sedivy anhand von Originalmöbeln und Ausstellungstücken im Hofmobiliendepot nachspielt.
Eine Enkelin steht schließlich im Mittelpunkt des dritte Stückes: „Die rote Erzherzogin“ widmet sich der Tochter Kronprinz Rudolfs, Erzherzogin Elisabeth von Österreich. Sie heiratete nach dem Zusammenbruch der Monarchie einen Sozialdemokraten – und übernahm prompt dessen politische Anschauungen.
(Tiroler Tageszeitung)

“Servus die Madln!”
Was für ein wunderbarer Skandal! Wäre das heute passiert, hätten Klatschkolumnisten, Seitenblicker und Royal-Watcher auf Jahre ausgesorgt. So aber blieb die Menage à trois ziemlich unentdeckt, Sisi sei Dank. Unsere liebste Kaiserin verkuppelte nämlich den ihr angetrauten Franz Josef mit einer landesweit bekannten Burg-Schauspielerin, damit er nicht immer so meckerte, wenn sie mal eben wieder die Flucht ergriff und allein in der Weltgeschichte herumreiste. Und die Katharina Schratt (Foto) machte den Kaiser so glücklich, dass er ihr eine Villa baute, sie mit Schmuck überhäufte und Liebesbriefe schrieb. Die Sisi hielt schützend die Hand darüber und alle waren glücklich. Außer dem Grafen Hans Wilczek, der neben dem Kaiser auch mit der Schratt liiert war. Also eigentlich war das eine Menage à quatre, aber das wird jetzt echt zu kompliziert. Um es kurz zu machen: Einen Einblick in das gar nicht so unlockere Leben unserer Royals verschafft uns am Samstag Elisabeth-Joe Harriet mit ihren Schauspielkollegen. Die spielen nämlich mitten im Hofmobiliendepot in kaiserlichen Originalmöbeln nach der Original-Korrespondenz der drei skandalös Verbandelten. Bissl Tratsch muss auch mal sein ;-)
(Stadtspionin)