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Die rote Erzherzogin

rote erzherzogin

Kammerstück an Original-Möbeln
im Hofmobiliendepot-Möbelmuseum Wien

Kronprinz Rudolfs Tochter Erzherzogin Elisabeth von Österreich, dargestellt von der Schauspielerin Elisabeth-Joe Harriet, erzählt aus ihrem abenteuerlichen Leben und über ihre Familie. Kein anderes Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen hatte einen politisch und sozial so abwechslungsreichen Werdegang wie sie:

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Als Mitglied der kaiserlichen Familie geboren und in erster Ehe eine Fürstin zu Windisch-Graetz verlor sie nach dem Ende der Monarchie alle Ansprüche und Titel. Durch ihre Liebe zu einem Sozialdemokraten wechselte sie ihre politischen Anschauungen und wurde in zweiter Ehe eine einfache Frau Petznek. Vom verhätschelten Habsburgerkind zur roten Rebellin, von der umschwärmten Erzherzogin zur vereinsamten Witwe.
Als ihre treue Bedienstete Pepi Steghofer sehen Sie Sylvia Reisinger.

Das Hofmobiliendepot ist im Besitz vieler originaler Möbel- und Accessoires, an Hand derer sich „Erzsi“, wie sie in der Familie genannt wurde, erinnert und auch so manches pikante Detail verrät

Dauer ca. 2,5 Stunden

Das sagen BesucherInnen

Videomitschnitt

Pressestimmen

Der 100. Todestag von Kaiser Franz Joseph I. wird aktuell mittels Ausstellungsreigen – etwa in den Schlössern Schönbrunn und Niederweiden – gewürdigt. Man kann dem Monarchen jedoch auch durch Begegnungen mit einigen seiner Lebensmenschen nahe sein. Diese werden in drei Stücken, die im Hofmobiliendepot dargeboten werden, wieder zum Leben erweckt.
Das Möbelmuseum in Wien-Neubau widmet sich in der Ausstellung „Fest & Alltag“ der Privatperson Franz Joseph. Auch eher intime Exponaten sind dort zu sehen. So konnte von einem Privatsammler eine Unterhose des Herrschers ergattert werden.
Drei Produktionen – die von Anfang April bis November auf dem Programm stehen – lassen dort aber auch bedeutende Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Kaisers bzw. diesen höchstselbst zu Wort kommen. So wird in der szenischen Lesung die „Menage a trois“ zwischen Franz Joseph, Kaiserin Elisabeth und der Schauspielerin Katharina Schratt dargestellt. Elisabeth-Joe Harriet, Sylvia Reisinger und Kurt Hexmann geben dabei Auszüge aus der Korrespondenz der Protagonisten zum Besten.
Zu erfahren ist dabei etwa, dass niemand anderer als „Sisi“ die Schratt dem Kaiser als Gefährtin ausgewählt hat. Denn Elisabeth wollte Franz Joseph während ihrer vielen Abwesenheiten umsorgt wissen.
Im Kammerstück „Keiner sah ihn so wie ich“ erzählen hingegen nicht Frau oder Freundin, sondern ein Mann vom Leben mit dem Habsburger: Eugen Ketterl war Leibkammerdiener des Kaisers. Er hielt seine Eindrücke in seinen Memoiren fest, die Florian Sedivy anhand von Originalmöbeln und Ausstellungstücken im Hofmobiliendepot nachspielt.
Eine Enkelin steht schließlich im Mittelpunkt des dritte Stückes: „Die rote Erzherzogin“ widmet sich der Tochter Kronprinz Rudolfs, Erzherzogin Elisabeth von Österreich. Sie heiratete nach dem Zusammenbruch der Monarchie einen Sozialdemokraten – und übernahm prompt dessen politische Anschauungen.
(Tiroler Tageszeitung)

„Servus die Madln!“
Was für ein wunderbarer Skandal! Wäre das heute passiert, hätten Klatschkolumnisten, Seitenblicker und Royal-Watcher auf Jahre ausgesorgt. So aber blieb die Menage à trois ziemlich unentdeckt, Sisi sei Dank. Unsere liebste Kaiserin verkuppelte nämlich den ihr angetrauten Franz Josef mit einer landesweit bekannten Burg-Schauspielerin, damit er nicht immer so meckerte, wenn sie mal eben wieder die Flucht ergriff und allein in der Weltgeschichte herumreiste. Und die Katharina Schratt (Foto) machte den Kaiser so glücklich, dass er ihr eine Villa baute, sie mit Schmuck überhäufte und Liebesbriefe schrieb. Die Sisi hielt schützend die Hand darüber und alle waren glücklich. Außer dem Grafen Hans Wilczek, der neben dem Kaiser auch mit der Schratt liiert war. Also eigentlich war das eine Menage à quatre, aber das wird jetzt echt zu kompliziert. Um es kurz zu machen: Einen Einblick in das gar nicht so unlockere Leben unserer Royals verschafft uns am Samstag Elisabeth-Joe Harriet mit ihren Schauspielkollegen. Die spielen nämlich mitten im Hofmobiliendepot in kaiserlichen Originalmöbeln nach der Original-Korrespondenz der drei skandalös Verbandelten. Bissl Tratsch muss auch mal sein 😉
(Stadtspionin)